Passt ja zu den winterlichen Minusgraden: meine schriftstellerische Tätigkeit liegt auf Eis. Komplett. Ich habe meinen Termin für die anstehende Heilpraktikerprüfung erhalten und nun bin ich im Prüfungsmodus. Ich kann nichts anderes mehr tun, als mich in meine Fachbücher vergraben. Bei allem anderen habe ich ein schlechtes Gewissen. Und mit schlechtem Gewissen kann und will ich nicht schreiben. Insofern muss alles warten, bis die Prüfung hinter mir liegt. Wenn ich Pech habe, kann sich das insgesamt bis zum Sommer hinziehen, je nachdem, wann die mündliche Prüfung anberaumt wird. Aber was solls. Es ist, wie es ist.
Die verfluchte zweite Woche
•November 13, 2010 • 1 KommentarIch bin wirklich gut in den NaNo gestartet. Das Buch schrieb sich quasi von selbst, es hatte Witz, Esprit, Charme, ich hatte einen Plan und fühlte mich, als müsste das jetzt ganz selbstverständlich so weitergehen.
Tja. Das ging es nicht.
Die zweite Woche war eine echte Herausforderung. Gefüllt mit Selbstzweifeln, Zweifeln am Buch, Zweifeln am Schreiben an sich, Zweifeln an allem, was ich tat. Zweifeln an allem, was ich dachte. Zweifel, Zweifel, Zweifel.
Ich produzierte eine Nullrunde und auch sonst nur mäßige Wortzahlen. Und tröstete mich mit der Tatsache, dass ich in der ersten Woche schon ein Polster für meinen Wordcount erschrieben hatte.
Dranbleiben. Anders gehts nicht. Der Spaß wird schon wiederkommen…
NaNo 2010
•Oktober 16, 2010 • Hinterlasse einen KommentarOk. Ok. Ich bin doch dabei. Ich kanns mir einfach nicht entgehen lassen
Die Heilpraktikerprüfung muss zwar vorbereitet werden, aber deshalb kann ich nicht auf den NaNo verzichten. Ich weiss zwar nicht, ob ich ihn in diesem Jahr durchziehen kann, aber ich will es auf jeden Fall versuchen. Und wieder dabei sein, bei dem wunderbar chaotischen Schreibwahnsinn…
Ich nehme mir den NaNo-Roman vom letzten Jahr nochmal vor, da ich mit dem Ergebnis nicht zufrieden war. Bis auf den Anfang muss ich wohl tatsächlich alles nochmal schreiben. Aber das ist ok. Ich habe den Plot jetzt bestmöglich vorbereitet und feile bis zum 31. Oktober auch noch dran weiter. Und dann: schreiben, schreiben, schreiben…
Wieder da
•September 30, 2010 • Hinterlasse einen KommentarEs ist der letzte Tag im September 2010 und der NaNo steht schon fast wieder vor der Tür. Ich werde dieses Jahr wohl nicht mitmachen können. Es steht viel zu viel anderes an. Aber trotzdem schreibe ich. Momentan interessanterweise wieder überwiegend Lyrik, kurze Fragmente, sperrige und experimentelle Texte. Es flutet manchmal nur so aus mir heraus, könnte man sagen. Solange ich gerade nicht versuche, strukturiert zu schreiben und an einem langen Projekt zu arbeiten, ist alles wunderbar. Fühlt sich gut an. Und ich finde es schön, zu erfahren, dass ich auch so impulsiv noch schreiben kann. Ich dachte nämlich, ich hätte es verlernt.
NaNo Tag 27, mittags
•November 27, 2009 • 2 KommentareIch verkünde feierlich und euphorisch: ICH BIN FERTIG!
Meine Geschichte ist um 50.181 Worte, insgesamt 193 Normseiten und viele Erfahrungen, Irrungen und Wirrungen reicher. Und es ist ein unglaublich gutes Gefühl.
Ein Roman in einem Monat. Ja, tatsächlich. Es geht. Und ich weiss auch schon, wer im nächsten Jahr im November wieder dabei sein wird. NaNo macht nämlich süchtig. Wunderbar!
NaNo Tag 27, morgens
•November 27, 2009 • Hinterlasse einen KommentarKaum zu fassen, aber so wie es aussieht, werde ich heute fertig.
NaNo Tag 26, mittags
•November 26, 2009 • Hinterlasse einen KommentarUnglaublich, wie viel man schaffen kann, wenn man will. Es sind noch 2197 Worte bis zum Ziel. Die werde ich aber heute nicht mehr schreiben, ich denke, für diesen Tag habe ich genug getan. Dafür kann ich dann morgen die letzten Szenen so richtig schön auskosten…
NaNo Tag 26, morgens
•November 26, 2009 • Hinterlasse einen KommentarNicht mal mehr 5000 Worte. Und ich kann mich heute einfach nicht zum schreiben bewegen, gnaaahh. Dabei weiss ich doch schon, was ich heute alles schaffen will. Schöne Szenen sind das. Im Kopf sind sie fertig. Nur geschrieben werden muss das Zeug noch.
Hach, also dann mal ran an die Tasten.
NaNo Tag 25, nachmittags
•November 25, 2009 • Hinterlasse einen KommentarEin guter Tag, über 2500 Worte habe ich heute geschafft. Ich bin wirklich guter Hoffnung, dass ich übermorgen die Ziellinie überquere. Und dann werde ich mir den Prosecco aufmachen, der schon im Kühlschrank bereitsteht- genau zu diesem Zweck!
NaNo Tag 25, morgens
•November 25, 2009 • Hinterlasse einen KommentarEs sind noch 7500 Worte. Im Vergleich zu der Masse an zu bewältigenden Worten zu Beginn des NaNo ein echter Klacks. Ich kanns kaum erwarten, die Ziellinie hinter mich zu bringen. Sehe sie schon, dort hinten, am Horizont.
Auch wenn das bedeutet, dass ich dann in den Copyshop renne und alles ausdrucken lasse. Um dann zu sehen, welche Szenen ich behalte, welche ich umschreiben muss- und welche in die Tonne kommen. Die eigentliche Arbeit beginnt im Dezember.
Aber ich kann nicht behaupten, ich hätte das nicht vorher gewusst. Nur die Erkenntnis, das noch so viel Arbeit vor mir liegt, beruhigt mich gerade nicht unbedingt. Was solls. Erstmal Richtung Ziellinie, kurz verschnaufen und dann weitermachen. Der Dezember ist lang.
